der Retro Fluch

Der Nachteil, wenn man sich einmal einen Namen als Retro-Laden gemacht hat ist, dass kein Interessent mehr für aktuelle Ware kommt.
Viele wollen zwar ihre aktuellen PS3, Wii oder 360 Titel verkaufen, jedoch muss ich leider auf meine sehr geringen Ankaufpreise verweisen und sie zum örtlichen GameStop schicken. Ich kriege das Zeug einfach nicht los! Die Sachen stehen dann ein halbes Jahr hier rum und sind dann meist auch schon neu relativ günstig zu haben, so dass sie dann oft unter dem Einkaufspreis rausgehen müssen. Deshalb habe ich jetzt auch bei aktuellen Titeln ein Einkaufspreislimit gesetzt.
Manchmal sind die Leute aber zu faul, weiter rumzugucken und lassen die Spiele dann doch hier oder tauschen sie gegen andere Spiele ein und dann freue ich mich natürlich, auch mal so aktuelle Ware, wie GTA IV oder FarCry 2 für die PS3 anbieten zu können. Beide kosten hier in fast neuem Zustand unter 30€ und stehen bereits etwa 2 Wochen hier rum, ohne, dass sich auch nur ein Einziger dafür interessieren würde.
Gestern dagegen kamen eine Tüte Mega Drive Spiele rein und ein paar neue N64 Spiele und noch am gleichen Tag freuten sich Kunden darüber und kauften etwas davon. Mit so alten Spielen sind natürlich keine riesigen Gewinne zu erzielen, aber da machts halt die Menge und allein die Tatsache, dass sich sowohl Stamm-, als auch Neukunden dafür begeistern können, ist immer wieder schön zu sehen. Ich hatte die Spiele wirklich gerade geputzt und ins Regal gestellt, da waren sie auch schon wieder weg…
Aber wehe, es sucht dann doch mal jemand nach aktuellen Spielen, dann muss es am besten ein Spiel sein, dass erst nächste Woche erscheint und das auch noch für ein Drittel des Neupreises.
Manche Kunden vergessen glaube ich, dass die Sachen vorher mal jemandem gehört haben, richtig viel Geld gekostet haben und die natürlich auch noch einen Teilbetrag davon wiederhaben wollten. Viele glauben wohl, ich bekomme die Sachen geschenkt oder die fallen einfach so vom Laster, bei den Preisvorstellungen, die manche Käufer an den Tag legen.

STRESS!!!

Und schon wieder so ein langes Wochenende vorbei. Natürlich erholt man sich dabei super, vor allem bei dem Wetter der zurückliegenden Tage. Leider stapelt sich aber bei Wochenbeginn die Arbeit umso mehr. Kunden sind nach langen WE immer besonders kaufwütig, die Inventur zum Monatsanfang ist zu machen, 1000e Listen zu bearbeiten…
Und ich habe das Problem, nach langen WE schwer wieder in den Alltag zu finden. Momentan bin ich total durcheinander und habe Angst vor Fehleren, dabei ist hier soviel zu tun. Sogar fehlerfrei tippen ist ein Konzentrationsakt, aber ich dachte, das Bloggen bringt mich vielleicht ein wenig runter. Wenn viel Arbeit ansteht, habe ich immer den Drang, alles gleichzeitig und so schnell wie möglich zu erledigen, nur, um dann Fehler zu machen, nochmal von vorne anfangen zu müssen und Herzrasen zu haben. Wenn ich dann fertig bin, falle ich in ein Loch, da es nichts mehr zu tun gibt, ich aber noch in Arbeitslaune bin. So geht es mir momentan. Mein Kopf schwirrt vor Zahlen und den Dingen, die ich heute unbedingt noch erledigt haben muss. Längst bezahlte Rechnungen verirren sich in meine Gedanken…habe ich das bezahlt?…offene Bestellungen im Internet…habe ich das abgeschickt?…
dazu noch die kleinen „Alltagsfreuden“: eine ungelesene Zeitschrift, ein unfertiges Spiel, eine noch nicht geöffnete DVD Box im Briefkasten, nach Hause müsste ich auch mal, nach den Katzen sehen (war am WE nicht zuhause), Geld zur Bank bringen…und alles am liebsten auf einmal.
Jemand möge mir schnell einen Tipp zur Entspannung schicken, sonst drehe ich hier noch durch!

Community People

Wenn man über ein paar Jahre einen Games Laden betreibt, gesellt sich zur Stammkundschaft auch irgendwann ein kleiner Kreis an Fachleuten.
Bis vor kurzem war mir gar nicht bekannt, wie viel in Sachen Retro Gaming in Leipzig eigentlich abgeht. Noch unverständlicher, warum nicht mehr um die Games Convention gekämpft wurde.
Mittlerweile bekomme ich regelmäßige Rundschreiben, in denen von Veranstaltungen, Parties oder sonstigen Treffen zum Thema Gaming berichtet wird.
Leider muss ich zugeben, dass ich nicht so der „Community People“ bin und mein Hobby gerne alleine betreibe, auch wenn mir klar ist, dass ich mich wenigstens zum allmonatlichen Spielestammtisch endlich mal blicken lassen muss…

Da wären natürlich meine eigenen Parties, die jeweils zum Ladenjubiläum stattfinden und bei denen Zocken natürlich im Vordergrund steht.
Ein paar Fotos vom schon etwas länger zurückliegenden 2-jährigen könnt ihr hier sehen:

http://www.meinvz.net/Photos/Album/6e033498e5572f5c/a/84610067993b6304/p/1

Ansonsten wird alles rund um Gaming-Veranstaltungen maßgeblich von René Meyer vorangetrieben. Echten Nerds dürfte dieser Name ein Begriff sein, besitzt er doch die weltweit größte Sammlung an Konsolen und (glaube ich) Videospielen. Sein ganzes Haus ist ein einziges Museum, aber er nutzt trotzdem jede Gelegenheit, seine Sammlung auch anderen zugänglich zu machen. Auf jeder der letzten Games Conventions war er mit einigen ausgewählten Stücken in der Retro Ecke vertreten.
Letztes Projekt war die „Lange Nacht der Computerspiele“ der HTWK Leipzig, bei der er selber Redner war und auch wieder einige Schmuckstücke zum Ansehen und Anfassen (der Vectrex ist garantiert seiner) mitbrachte.
Leider war ich wieder nicht zugegen, da mir, wie gesagt, dass „Community Gen“ fehlt. Aber für alle Interessierten, wie sowas aussieht, hier ein paar Fotos:

www.schreibfabrik.de/img/spielenacht2009.htm

Ansonsten entwickelt sich der Leipziger Osten maßgeblich zum Mekka für Digitale Kultur. Im Wächterhaus in der Eisenbahnstraße 109 werden schon seit einem Jahr Veranstaltungen zum Thema digitale Musik, Kunst und digitalem Leben an sich geboten. Alles ein wenig hippie aber immer einen Besuch wert.

www.gal.lery.org/index.php?id=12

Zuletzt wäre noch ein Bekannter zu nennen, der sich als Student der Medienkunst mit digitaler Kunst beschäftigt, Vorträge hält, Ausstellungen eigener Werke organisiert und exzentrische Schnipselbilder aus Retro Spielen bastelt.
Das sieht dann in etwa so aus:

http://www.gal.lery.org/thomas_janitzky/

Ich selber darf auch eines dieser Kunstwerke mein eigen nennen. Falls ihr ebenfalls Interesse daran bekunden solltet, wendet euch einfach an mich, denn ich bin angehalten, die Teile unters Volk zu bringen. 😉

Wäre noch der elitäre Kreis des Videospiele-Stammtischs zu nennen. Dort treffen sich einmal im Monat Videospielinteressierte Händler, Künstler, Entwickler, Autoren, Sammler…
Zu erfahren ist davon nur, wenn man auf der Mailingliste steht und etwa eine Woche vorher Bescheid bekommt, wo denn das Treffen stattfinden wird.
Diesmal sollte ich echt erwägen, hinzugehen, sonst werde ich wohl wieder gelöscht :b

Das war´s erstmal für heute morgen. Hab mir ja echt Arbeit gemacht…

und nochmal…

Gerade war ich dabei, hier einen Eintrag zu verfassen, als mir einfiel, dass ich ja hinten in der Küche den Wasserkocher zum Teekochen angemacht hatte. Also schnell hinter und den Stecker gezogen und *bumm* war die Sicherung draußen, dabei habe ich mir noch den Fuß angeschrammt und die Kunden sind heute auch mal wieder nervig…

Was ich eigentlich wollte:

Aus lauter Langeweile bin ich mal wieder auf einen interessanten Blog gestoßen. Vom Inhalt her dem der pixelwelt nicht unähnlich, es geht um Filme, Bücher, Spiele und das wahre Leben. Unbedingt lesenswert.

www.jayworld.blog.de

So, jetzt ist die Langeweile wieder weg, da ein Dachbodenfund (zumindest sehen sie so aus) PS1 Spiele eingetroffen ist. Zum Glück sehen die

Perlen „Vandal Hearts“ und „Spyro 1“

super aus, nur die Hüllen müssen getauscht werden. Der Rest ist nur Action und Sport Kram, aber in dem Zustand bin ich wieder eine Weile beschäftigt 😛

Happy Birthday Game Boy!

Ja, dieser Tage wird der Game Boy 20 Jahre alt. Genauer gesagt, ist sein Geburtstag schon am 21.04. gewesen, aber ich bin bei sowas immer spät dran.
Lustigerweise steigt in diesen Tagen die Nachgfrage nach Game Boys rapide an, auch wenn den potentiellen Käufern gar nicht bewusst ist, dass sie ein Geburtstagskind erwerben. Leider sind mir die Geräte deshalb auch gerade ausgegangen, bis auf ein paar GBASP, die aber irgendwie keiner haben will. Sind wohl nicht kultig und günstig genug.

Es ist jedenfalls Zeit, von meinen eigenen Erfahrungen mit dem kleinen grauen Wunderkasten zu berichten.
Ich habe meinen ersten Game Boy zu einem Geburtstag im Einstelligen oder knapp Zweistelligen Bereich bekommen, so genau weiß ich das gar nicht mehr. Auf jeden Fall hatte ich ihn meiner Mutter zu verdanken. Ich wollte so ein olles Mädchenspielzeug, eine Barbie oder so, haben, aber meine Mutter meinte, ich soll mir lieber was „richtiges“ wünschen, was dann nicht nach kurzer Zeit in der Ecke herumliegt und schlug mir einen Game Boy vor. Wahrscheinlich spekulierte sie darauf, mich immer früh zu Bett zu schicken und selber Tetris zu zocken, aber in dem Alter konnte ich mit Tetris noch nichts anfangen und nötigte sie, mir „Kirby´s Dreamland“ dazuzukaufen, statt das billige Tetris-Paket zu nehmen.
Das fand sie dann nicht mehr lustig, zumal meine Oma auch noch weniger Geld als geplant dazugab und es ein unverhofft teures Geschenk wurde.
Wir hatten damals schon ein Master System, an dem ich schon unzählige Stunden verbracht hatte, aber bei dem kleinen Nintendo Kasten war es irgendwie anders. Es war Liebe auf den ersten Blick. Ich begann, selber für Spiele zu sparen. Sie zu Sammeln. Verpackungen aufzubewahren.
Auf dem Master System habe ich oft nur von Bekannten geliehene Spiele gezockt, die lagen dann in der Gegend rum, man hat seine eigenen auch verliehen…manche habe ich nie wiedergesehen und auch bei uns zuhause treiben sich noch nie zurückgegeben Spiele rum. Aber bei Nintendo war das anders. Ich entwickelte eine Leidenschaft. Das kleine Ding wurde regelmäßig geputzt, überall mit hingenommen, niemand durfte ungefragt ran. Ich begann, mich über Spiele zu informieren, gezielt Titel haben zu wollen.
Mit diesem kleinen Kasten begann meine Liebe zu Videospielen, die über das normale Maß an Zocken hinausgeht.
Mein schlimmstes Erlebnis dieser Zeit war, als ich nach der Schule nach Hause kam und meine Mutter alle meine Originalverpackungen entsorgt hatte, die ich unter dem Bett aufbewahrte. Etwas, dass ich ihr bis heute nicht verziehen habe, zumal mir immer noch einige Verpackungen der damaligen Spiele fehlen.
Fast so schlimm war nur, als sie Jahre später eine alte Ausgabe der Zeitschrift TOTAL! zerschnippelte, um mir daraus einen Gutschein für ein Jahresabo zu basteln. Dieses Weihnachten wird sie wohl auch nie vergessen. Wenn Blicke töten könnten…
Mittlerweile habe ich ja bekanntermaßen meine Leidenschaft zum Beruf gemacht, auch wenn es mir oft schwerfällt, mich von den Spielen im Regal zu trennen und ich am liebsten alles mit nach Hause nehmen würde.
Aber deshalb wird auch jeder Kunde kritisch beäugt, lieber verdiene ich nichts, als meine Schätze in die falschen Hände abzugeben.
Schlechte Einstellung für eine Geschäftsfrau, nicht wahr?
PS: der originalverpackte und nie benutzte NES Controller von gestern ist natürlich in meine private Sammlung gewandert. Mittlerweile habe ich ja, dank Erwachsensein und damit verbundener finanzieller Möglichkeiten fast alle verpassten Konsolen und Spiele nachgeholt.
Nun fehlt mir nur noch die Zeit, alle Spiele, die sich bis zur Decke stapeln, auch zu zocken.

und weg ist die Langeweile

Juchhu, endlich was zu tun. Zum Glück bin ich nicht nach Hause gegangen, denn eben kamen 2 Tüten mit Konsolen und Spielen rein.
Ich zähl einfach mal auf. Viel Standartware, aber auch einige Schmankerl:

SNES + 2 Controller
NES + 2 Controller, davon einer noch original verpackt!

SNES Spiele
Super Mario World
Super Mario Kart
Timon & Pumbaa
Die Schlümpfe

leider alles nur lose Module

NES Spiele
Faxanadu
Tiny Toon Adventures
Battle of Olympus
Rackets & Rivals
Dream Master
Dr. Mario

A Boy & his Blob
alle in Originalverpackung und im annehmbaren Zustand
außerdem noch
Super Mario Bros.
Super Mario Bros. 3
Snake Rattle´n Roll
Kirby´s Adventure

als lose Module

außerdem noch ein paar PS1 Spiele
Tekken 3
Total NBA 98
Gran Turismo
International Track & Field
Box Champions
Future Cop
Colin McRae Rally

Wie gesagt, viel Standartkram und alles ziemlich verdreckt. Da habe ich jetzt erstmal bis zum Feierabend zu tun mit *freu*

Langeweile…

Ich sitze jetzt schon eine Weile hier rum und nüscht passiert.
Das Wetter ist mies, kein Kunde zu sehen, nicht mal Papierkram steht heute an. Ich könnte ja zocken, aber meinen DS habe ich zuhause vergessen und ein neues Spiel anzufangen fehlt mir die Motivation.
Also durchforste ich das Netz nach einigermaßen interessanten Dingen und bin auf ein paar nette kleine Blogs gestoßen, die sich positiv zwischen dem ganzen anderen Müll auftaten.

Hier ist Nummer 1:

www.wenn-heringe-zocken.blog.de

Ein Blog, der meinem nicht ganz unähnlich und durchaus lesenswert ist.
Gespickt mit viel Spielererfahrung und kleinen Anekdoten „aus dem Leben eines Gamers“

Und hier ist Nummer 2:

www.nerdystuff.blog.de

Sieht ziemlich professionell aus und ich muss zugeben, dass ich vom Inhalt her dachte, ein Mann wäre der Urheber und mich schon wunderte, was „er“ wohl mit dem Princess Peach Koffer will.
Tja, auch als zockendes Mädel ist man halt nicht vorurteilsfrei…

Also, bei ebensolcher Langeweile, wie sie mich plagt, einfach mal bei meinen Schreiberkollegen reinschauen, es lohnt sich.

Wenn ihr schon mal auf dem Weg seid, guckt doch auch gleich mal bei der Pixelwelt vorbei, auch wenn dort momentan nur sporadisch Neues dazukommt.

Viel Spaß heute und möge der Langeweile bald ein Ende sein!

Animal Crossing Frust

Ich gebe offiziell das Animal Crossing Spielen auf!

Ich wusste ja von vornherein, dass mich Animal Crossing auf der Wii nicht annähernd so begeistern würde, wie auf dem DS, aber eine etwas längere Spielzeit hätte ich ihm schon gerne eingeräumt.
Leider gibt es ein paar motivationshemmende Faktoren, wegen derer ich beschlossen habe, meine Zeit lieber anderweitig zu investieren.
Natürlich ist jedem klar, dass es bei Animal Crossing keine festgelegten Ziele gibt und sich jeder selber motivieren muss um Weiterzuspielen, aber es gibt leider einige Punkte, die in der Wii Variante fehlen.

Motivationshemmer 1: Es gibt keine Nachbarsfotos mehr.
Auf dem DS war das Sammeln von dekorativen Fotos meiner Nachbarn ein wichtiger Grund, nett zu ihnen zu sein. Auf der Wii gibt es besagte „Belohnung“ nicht mehr, so dass es folglich auch keinen Grund mehr gibt, den kleinen Viechern in den Ar… zu kriechen. Folglich habe ich mal das Gegenteil versucht und war so richtig fies zu ihnen. Das hatte leider aber auch kaum Konsequenzen, da meine Nachbarn ein löchriges Kurzzeitgedächtnis besitzen und schon nach kurzer Zeit wieder zuckersüß zu mir waren…grummel…

Motivationshemmer 2: unendlicher Katalog
Auf dem DS gab es eine vorgegeben Anzahl an zu sammelnden Kleidungsstücken, Mobiliar, Schirmen, Tapeten… und man konnte bei Nook im Katalog immer einsehen, wie viele man schon besaß und wie viele zum kompletten Katalog noch nötig waren. Auch nach 1 1/2 Jahren war meiner nicht vollständig, aber man war doch mit einem gewissen Stolz erfüllt, wenn man eine Kategorie fertig hatte.

Motivationshemmer 3: ich spiele nicht online
Dazu kommt eben, dass man viele Artikel nur durch Onlineaktivitäten bekommen kann, mein Katalog also eh nicht voll werden könnte. Zudem gibt es viele Artikel nur zu Festtagen in anderen Ländern, so dass man da auch kaum rankommt. Wahrscheinlich auch ein Grund, warum auf eine Zahlenangabe im Katalog verzichtet werden musste. Auch Nintendo wollte ja zu bestimmten Zeiten besondere Items verschenken und das würde dann ja auch nicht funktionieren, obwohl es schon auf dem DS ein paar Extraitems gab, die nicht mitgezählt wurden.
Zudem kann ich mit meinen erworbenen Seltenheiten auch nirgendwo rumprotzen und sie auch nicht mit anderen tauschen, was das Spielerlebnis entscheidend einschränkt.

Motivationshemmer 4: Stationäre Konsole
Wie ich früher schon erwähnte fehlt das „einfach mal einschalten und gucken“ ganz entscheidend. Am Wochenende bin ich selten zuhause und auch abends habe ich selten Zeit, so dass mir viele wichtige Ereignisse, Fische und Besucher entgehen. Der DS lag irgendwie immer aufgeklappt neben mir, man hat kurz mal Blumen gegossen oder ein Schwätzchen gehalten. Das ließ sich gut in den Alltag integrieren, aber immer erst den Fernseher anmachen ist nicht dasselbe und auch nicht so leicht zu realisieren. Das ist wirklich ein entscheidender Punkt, der für AC auf dem DS spricht.

Motivationshemmer 5: Mein Haus ist zu klein!
Schnell wie immer wollte ich meinen Kredit zurückzahlen und überlegte schon träumerisch, wie ich all meine Zimmer einrichten würde, doch nachdem ich jetzt einen Keller und ein (ganzes!) 2tes Zimmer besitze, sagte mir Nook, man könne mein Haus nicht weiter ausbauen…
na toll, und wo soll ich jetzt hin mit den ganzen tollen Möbeln und mühsam ergatterten Spezialitems, die in meinem Schrank lagern und nur auf mehr Platz gewartet haben?
Ich habe mit einer riesigen Villa gerechnet, wie ich sie auf dem DS mein Eigen nannte. Schon da hat der Platz nicht gereicht (zuviele Nachbarfotos 😀 ), war aber OK.

Gerade letzteres hat mir nochmal komplett den Rest gegeben. Warum soll ich denn jetzt schöne Dinge sammeln, wo mein Haus doch jetzt schon aus allen Nähten platzt? Ich habe in dem Moment, wo ich die Nachricht von Nook bekommen habe, gespeichert und bisher nicht wieder angeschalten.
Vielleicht gucke ich noch ab und zu mal rein, aber momentan ist meine Motivation einfach futsch.

Dragon Quest – Die Chronik der Erkorenen

Heute mal ein Mini-Review zu meinem neuen Spiel „Dragon Quest – Die Chronik der Erkorenen“ für den Nintendo DS.

Ich war ja skeptisch, da ich von Dragon Quest bisher nur die Monster Spin-Offs kannte und aus dem Pókemon Zeitalter nunmal seit längerem raus bin. Auch von einigen der „normalen“ RPGs wusste ich von einem gewissen Monster-Sammel-Anteil.
Zum Glück erwies sich dieser 4te klassische Dragon Quest Teil sowohl Monstersammelfrei (obwohl sich mir kurzzeitig ein Heilslime angeschlossen hat) und auch das nervige Berufsklassenwählen entfällt.
Stattdessen bekomme ich klassische Rollenspielkost auf höchstem Niveau.
Das besondere an „Dragon Quest – Die Chronik der Erkorenen“ ist, dass die Hauptstory von mehreren Personen aus unterschiedlichen Teilen der Fantasy-Welt bestritten wird. Man beginnt jeweils bei Level 1 und startet einen ganz eigenen Plot, wobei jeder Charakter einen anderen Hinter- und Beweggrund für sein Handeln hat.
Später im Spiel, werden sich die Plots zur großen Gesamtstory zur Rettung der Welt (was auch sonst 🙄 ) vereinen.
Ansonsten läuft das ganze sehr traditionell ab: Auftrag bekommen, aufleveln, Schätze finden, Obermotz besiegen, Ruhm einheimsen, weiter zum nächsten Kapitel.
Momentan befinde ich mich in Kapitel 3, wo ich einen Händler spiele. Seine Kampffähigkeiten waren sehr beschränkt, so dass ich lange ums Basisdorf tingeln musste, bis ich mich in den ersten Dungeon wagen konnte, aber das besondere ist, dass es seine Aufgabe ist, ein großer Geschäftsmann zu werden, wofür ich mir ein eigenes Geschäft aufbauen und Geld verdienen muss um unter anderem einen Höhlenbau zum nächsten „Kapitel“ zu finanzieren. Also kämpfe ich mich durch Monsterhorden und plündere Schatztruhen, um die Errungenschaften dann höchstmöglichst zu verkaufen. Das hat fast schon was von einer Wirtschaftssimulation und bestätigt mich darin, mich mal an „Die Gilde“ zu wagen. Irgendwie hätte ich da mal Lust drauf, ich handele ja im wahren Leben nicht genug…
Desweiteren strotzt das Spiel vor witzigen Dialogen und lustigen Begebenheiten. Z.B. wollte ich einen „Chimärenflügel“ benutzen, um zu einem weit entfernten Ort zu reisen. Ich befand mich in einem Dorf und wusste nicht, ob er dort auch, oder nur auf der Oberweltkarte funktionieren würde. Ich freute mich schon, dass es klappte, als der Spruch kam: Die Gefährten erheben sich in die Lüfte.
Leider war ich in einem Gebäude, so dass als nächstes folgte: Die Gefährten knallen mit dem Kopf an die Decke.
Ich war total perplex. Wahrscheinlich ist das ein Insider, aber ich als Dragon Quest Neuling habe herzlich gelacht.
Einziger Kritikpunkt: Man benötigt fast nur den A-Knopf, den man aufgrund der Textfülle schon fast triggert. Mein Daumen ist also furchtbar im Ar…
Ich kann dieses Spiel jedenfalls jedem empfehlen, der auf klassische RPG-Kost steht und keinen weiteren Schnickschnack benötigt. Zumindest kämpfe ich nicht gegen imperiale Truppen, die sind nämlich ein Phänomen der 2000er. In den 90ern geht die Welt noch ganz klassisch durch „Das Böse“ vor die Hunde. 😉
Auch muss ich keine Karten, Monster oder sonstiges Sammeln, was mal wieder erfrischend frei im Kopf macht.
Das man manchmal ob der etwas zu zufällig zu lösenden Rätsel in der Gegend herumirrt ist auch zu verschmerzen. Wird man wenigstens ordentlich stark von!
Klasse Spiel, will mehr davon.

eine neue Woche

Nach einem hervorragenden Wochenende samt neuem Spiel, Grillen und jeder Menge Unkraut zupfen (ich hab´ Muskelkater im Hintern), beginnt nun also wieder der harte Arbeitsalltag.
Die Kundschaft ist heute spärlich, dafür aber ganz nett. Stammkunden mischen sich mit Neulingen, die Sonne strahlt am Himmel und die Geschäfte laufen auch so lala.
Später bekomme ich mit etwas Glück ein paar neue SNES Schmankerl von einem Stammkunden rein. Darunter Zelda, die Donkey Kong Reihe und vielleicht sogar ein Lufia, alle originalverpackt!! 8|
Er ist zum Glück nicht so der Sammler, so dass er sich ab und an von ein paar Schätzchen trennt (um dann in einem halben Jahr wieder danach zu suchen…hach…)
Meine These von letztens wird momentan wieder durch die rapide Nachfrage nach F-Zero für SNES gestützt. Langsam werden die echt knapp, da ich die meistens zum SNES-Kauf dazuschenke und nun will wieder jeder eins haben.

Kommen wir zu meinem neuen Spiel:
Nachdem ich letztens mehrfach beteuerte, kein Dragon Quest kaufen zu wollen und auch keine Zeit hätte, mich einem umfangreichen RPG zu widmen, habe ich Lust bekommen, mal wieder ein gutes altes 90er RPG zu Zocken…war ja klar…
Am liebsten wollte ich die überarbeitete Fassung von Final Fantasy IV oder Chrono Trigger für den DS. Da beides aber auf die Schnelle nicht aufzutreiben war (nirgendwo in der Stadt zu kriegen) und auch mein Hitmeister Guthaben nicht für ein Bestellen im Internet ausreichte, hüpfte ich zum gefühlten 100ten mal in dieser Woche in den Saturn und da strahlte es mich an (ehrlich, am Tag zuvor war das noch nicht da):
Dragon Quest – Die Chronik der Erkorenen. Mit günstigen 29,90 sehr verlockend und genau das was ich (eigentlich nicht) suchte. Daneben stand gleich Teil 5, aber von dem wusste ich, dass mir Story und Kampfsystem nicht gefallen würden. Also wanderte Teil 4 in meine Tasche(vorher noch schnell bezahlt natürlich).
Was soll ich sagen, genau danach HABE ICH GESUCHT!
Richtig schön oldschool, perfektes Kampfsystem, schön geradlinig, nette Story. Gutes Spiel.
Dragon Quest ist ja genau wie Final Fantasy immer so eine Glückssache, ob einem Story, Kampfsystem und Spielaufbau gefallen, da (fast) kein Spiel dem anderen ähnelt und nichts zusammengehört.
Nur bin auch ich immer verwirrt, welcher Teil nun welcher ist, auf welcher Engine er basiert und auf welchen Systemen er nun in welchen Land bereits erschienen ist und ob sich in der Neuauflage irgendwelche Änderungen befinden.
Für Neulinge und Quereinsteiger ist das natürlich perfekt, so hat man nie das Gefühl, etwas verpasst zu haben, wenn man einen Teil nicht gespielt hat.
Dafür kann es natürlich passieren, dass man einen Titel der Serie gespielt hat und von einem anderen total enttäuscht ist, weil er nicht wie erwartet ist.
Z.B. Blue Dragon, da habe ich auch überlegt, es mir für den DS zu kaufen, bis ich erfahren habe, dass es ein Strategiespiel und gar kein RPG, wie auf der XBOX360, ist.

So, jetzt sind die Spiele angekommen:

Donkey Kong Country
Donkey Kong Country 2
Super Mario Kart
Super Mario Allstars
Parodius
Zelda
Lufia (leider ohne Inlet)
Kartons sind annehmbar bis gut, aber man ist ja froh über alles…
außerdem meine weiße geflashte PSP zurück (jetzt mit Spielen drauf 😉 ),
da er jetzt eine geflashte Slim hat.
So, jetzt ist hier ordentlich was los und ich muss erstmal weiterschuften.

Aus dem Leben einer Videospielladen-Besitzerin