Scribblenauts

Ja, ich habe mir dieses inovative Kleinod für den DS zugelegt…

…und bin ein wenig hin und her gerissen, waren die Erwartungen seitens Presse und Spielern doch unerfüllbar hoch an einen Titel, in dem man „alles“ machen kann.
Einerseits ist es ein tolles, inovatives Spiel. Man freut sich immer total, wenn man etwas unerwartetes Erschaffen hat, leidet mit den Protagonisten und ist ungemein stolz, wenn wieder ein Rätsel gelöst wurde, andererseits krankt das Spiel an einer ungenauen und frustigen Steuerung und den Beschränkungen, die, trotz eines Wortschatzes von 10000 Wörtern, trotzdem bestehen. So gibt es einfache Wörter, wie „Ei“ oder „Schüler“ gar nicht, nicht mal Alternativen. Stattdessen bekomme ich bei Eingabe von „Kind“ den Vorschlag, doch „kastriertes Rind“ zu nehmen.
Ja, ihr merkt, an Humor fehlt es dem Spiel nicht, dafür sorgt man zum großen Teil selber: Wenn Gott kurz den Hai vermöbelt und dann über die Tonne wieder entsorgt wird oder ich statt eines Wichtels einen kleinen Teufel bekomme, der sogleich das Rentier des Weihnachtsmannes metzelt, bleibt kein Auge trocken.
Beim Lösen der Rätsel hilft das freilich nicht. Hier fehlen mir manchmal etwas genauere Angaben, was denn zu tun ist. Oft kommt auch ein Lemming-Gefühl auf: Da wird einem ein riesiger verzweigter Level gezeigt und dann muss man nur kurz buddeln. Wenn man sich davon nicht verwirren lässt, ist es sehr spaßig, wenn man aber schon unzählige Leitern „herbeigeschrieben“ hat, bevor man merkt, dass man auch einfach einen Hubschrauber nehmen könnte, fasst man sich schon an den Kopf und sieht sich beschämt um, ob das denn auch keiner gesehen hat 😉
Es ist außerdem auch kein Spiel für unterwegs, man wird einfach zu komisch angesehen, wenn man laut grübelt und dann Sätze sagt, wie: Mist, der Dino kann nicht schwimmen, dann muss ich wieder Gott holen, um den Hai zu erledigen.
Auf der einen Seite macht es unheimlich Spaß, Sachen auszuprobieren, ihr Zusammenwirken zu testen. Andererseits erschöpft sich das auch sehr schnell und dann fehlt einem einfach eine zusammenhängende Story, weswegen man sich hier von Rätsel zu Rätsel stürzt. Mann, nicht mal eine Prinzessin gibt es zu retten…das ist mir einfach zu wenig, für ein vollwertiges Spiel.
Also mal wieder ein Snack für Zwischendurch, mit durchaus guten Ansätzen, aber noch ausreifbarem Gameplay, wie so vieles, was es für den DS gibt. Wenn man die Möglichkeit hat, sollte man den Titel unbedingt spielen, so etwas hat man noch nicht gesehen und wird es auch so schnell nicht wieder geben, aber zuviel darf man nicht erwarten.
Wem schon „Drawn to Life“ gefallen hat, kann bedenkenlos zugreifen.

3 Gedanken zu „Scribblenauts“

  1. Klingt ja eigentlich ganz nett. Ich zocke mir ja gerade die Finger an Bowsers Inside Story krumm. Hat n bisschen gedauert bis ich gefallen an den rundenbasierten Kämpfen gefunden habe aber mittlerweile macht es ziemlichen Spaß.

  2. Zock zurzeit auch das neue Mario & Luigi, bin aber noch nicht weit (Bowser hat gerade seinen Feueratem wiederbekommen). Hab zwar erst überlegt ob ich doch lieber Scribblenauts nehme, aber als in Reviews wiederholt die Steuerung bemängelt wurde, hab ich mich für Bowsers Innenleben entschieden. Eine versaute Steuerung ist das Grauen eines jeden Zockers, da kann das Game noch so innovativ sein.

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