Wenn einer eine Reise tut… Teil 3

Nach dem der Game Castle in jeder Hinsicht eine Enttäuschung war, außer darin, Erkenntnisse zu sammeln, wie man es nicht macht, wollten wir einfach nur ziellos durch die Innenstadt schlendern. Aber bereits wenige Meter weiter standen wir vor dem örtlichen SATURN, dem ich natürlich einen Besuch abstatten wollte. Mal kurz reinschauen kann ja nicht schaden. Die Betonung liegt auf „kurz“, schlussendlich habe ich bestimmt eine Stunde darin verbracht und konnte mich gar nicht sattsehen an der Fülle und der Auswahl. Das war bestimmt die größte Elektronikmarkt-Videospielabteilung, die ich je gesehen habe, ergänzt durch Merchandise, Technikgadgets, eine Auswahl an LEGO, Pop Up Figuren und allem anderen, was der geneigte Nerd sich nur wünschen kann. Dazu gab es natürlich gerade eine 3für2 Aktion, was das Ganze noch „schwieriger“ machte. Der zuständige Einkäufer hat ganz offensichtlich eine Schwäche für die PS4, wie die wirkliche riesige Auswahl bezeugte. Ich sah Spiele, von denen ich noch nie vorher gehört habe, alle fein säuberlich sortiert und aufgereiht in unzähligen Metern Regalfläche und das „allerschlimmste“: Alles konkurrenzlos günstig!
Dazu alle paar Meter Aktionsflächen, auf denen sich die Schnäppchen türmten. Sogar eine Ramschkiste Wii und DS Titel gab es dort, denn dort hat man für sowas Platz. Während in anderen Filialen ständig um jeden Zentimeter Regalfläche gekämpft werden muss, kann man es sich dort leisten, auch weniger beachteten und älteren Sachen einen Platz zu bieten. Auch „älteren“ Systemen, wie der PS3, für die es eine große Auswahl an neuen, originalverschweißten Spielen zum normalen Preis gab.
Man merkte aber schon, was gut geht, Nintendo und Microsoft bekamen längst nicht die gleiche Aufmerksamkeit, sondern waren etwas abseits auf wesentlich kleinerer Regalfläche untergebracht.
Ich fand das etwas schade, da es gerade im 3DS und WiiU Bereich nur Standartware zu kaufen gab, aber da merkt man eben den Fokus und die persönlichen Vorlieben des Einkäufers.
Dazu gab es Anspielstationen, Konsolenversionen zum Anfassen, die erst einen Tag später überhaupt angekündigt wurden, undundund. Zum Schluss war ich so überfüllt von dem ganzen Input und den Möglichkeiten, dass ich das einzig Richtige tat: Gehen ohne irgendetwas zu Kaufen.
Eigentlich bin ich froh, keine so große Videospielabteilung im örtlichen Elektronikmarkt vorzufinden, wer soll dass denn aller paar Tage durchforsten? Trotzdem blicke ich sehnsüchtig zurück und schwärme jedem von diesem Erlebnis vor 😀
Danach ging es aber wirklich bei schönstem Wetter durch die City und danach an die Alster, wo wir bei einem Bier entspannen wollten. Der Weg gen Bier führte in eine Einkaufspassage und dort in den angesiedelten GameStop.
Da wir im Internet nichts Gutes über die örtlichen GameStops gelesen hatten, wollten wir uns selber ein Bild machen.
Was sollen wir sagen? Ein GameStop halt. So, wie jede andere Filiale mittlwerweile zu 70% gefüllt mit Merchandise und ToysToLife Spielzeug. Daneben aber endlich Regale mit „normalen“ Gebrauchtpreisen für Spiele der PS3/360 Generation, das übliche Neuzeug zum üblichen Neupreis und jede Menge Zubehör. Wir erkundigten uns nach einem Kabel und wurden auch prompt kompetent beraten, inklusive der Option, auszupacken und zu testen, was wir aber ablehnten. Danach kamen wir noch ein wenig mit dem Verkäufer ins Gespräch. Offensichtlich hat er nicht oft Gelegenheit, mit willigen Kunden über ihm genehme Themen zu plauschen, weswegen er ein wenig zu enthusiastisch wurde und das Gespräch ein bisschen ausartete. Wir winkten ungeduldig mit unseren Bieren, wiesen die arme, eingepferchte Verkäuferschaft auf das schöne Wetter draußen hin und verabschiedeten uns, um endlich den Tag mit einem Blick über die Alster ausklingen zu lassen.
Und was für ein Tag. Voller Eindrücke und mit immer noch vollem Portmonee begaben wir uns Richtung St. Pauli, wo wir bei Futter und Cocktails den Tag Revue passieren ließen, unsere Erkenntnisse verglichen und planten, was wir selber umsetzen oder ändern wollten, wenn wir wieder Zuhause seien.
Einige Pläne sind seitdem gereift, andere, im Cocktailräuschchen geschmiedet, wurden wieder verworfen, aber eins ist sicher: Solch eine Weiterbildungsreise wird es demnächst wieder öfter geben, denn sie öffnet den Blick nach außen und nach innen, schärft die Sinne, vertieft Kontakte und tut richtig gut.
In dem Sinne: Auf zur nächsten Reise!
Aber vorher müssen wir noch ein wenig arbeiten 😀

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