5. Leipziger RETRO Games Night – Nachlese

Alle Konsolen und Fernseher sind wieder an ihrem Platz, unser Schlafdefizit fast wieder ausgeglichen und die Eindrücke verarbeitet.

Zeit, diesen wunderbaren Abend zusammenzufassen, zum Erinnern für alle, die dabei waren und als Grund für alle, die nicht da waren, das nächste Mal zu kommen.

Planmäßig ging es am Samstag um 12:30 am Laden los: 3 Autos, vollgestopft mit Fernsehern, Konsolen, Kabeln, Aufstellern und dem Hauptpreis für’s Mario Kart 64 Turnier: Einem selbst angefertigten Mario Kart Artwork aus Bügelperlen auf 50x50cm.
Am Ziel, dem StuK, angelangt und nach dem Ausladen, dann der erste Schock: Der Raum war noch in einem desaströsen Zustand, da nach der letzten Party das Aufräumen und Auswischen versäumt wurde. Also haben wir uns selber mit Mopp und Lappen an die Arbeit gemacht, schließlich sollte um 15 Uhr bereits die TetrisCharity beginnen und auch wir wollten bis dahin alles zumindest aufgestellt haben.
Die Jungs gaben also ihr bestes um den Laden sauber zu kriegen und ich schleppte solange alles an Tischen und Stühlen heran, was der StuK aufzubieten hat und begann, das Konzept umzusetzen und mir sinnvolle Aufstellmöglichkeiten zu überlegen.

Die Tücken der Technik verzögerten das Vorhaben noch weiter, so dass die TetrisCharity mit 20 Minuten Verspätung beginnen musste. Zumindest war alles soweit arrangiert und die ersten SrteetPasser trafen auch bereits ein, so dass wir erstmal durchschnaufen, chillen und eine Runde zocken konnten. Die ersten Puzzleteile machten die Runde, die Gespräche wurden nerdiger und die Teilnehmer der TetrisCharity, die an der Leinwand ihr Können zeigten, angefeuert.

Gegen 18 Uhr wurde ich dann langsam nervös, die Technik stand noch nicht, Kabel waren noch nicht verlegt, einige Fernseher noch nicht mal getestet, noch keine Konsole angeschlossen und die Tetris-Spieler kamen auch noch lange nicht zum Ende. Die ersten RETRO Games Night Besucher kamen auch schon. Eigentlich war von 18-19 Uhr Pause und finaler Aufbau geplant, nun artete alles ein wenig in Stress aus.
18:45 konnte endlich die Tetris Ecke abgebaut und dank vieler Helfer umgebaut werden. Zahlreiche Hände schleppten Fernseher an ihre Plätze, rückten Bänke zurecht, schlossen Konsolen an und kehrten vorzeitige Gäste nach draußen, wo sie sich erstmal am Grill von Geggo Catering bei Pullet-Pork Burgern und Flammkuchen stärken sollten, bevor wir mit etwas Verspätung um 19:20 die Tore öffneten.

Sofort strömten zahlreiche Gäste ins Innere, der Raum füllte sich binnen Minuten, die ersten Biere gingen über den Tresen, die ersten Hände wurden an Konsolen gelegt, die Stimmung stieg.

Wir waren jedoch noch lange nicht fertig, da noch einige Aussteller fehlten, die an ihre Plätze geführt und beim Aufbau betreut werden mussten. Unter anderem konnte das soeben erst fertig gestellte Spiel „Tri“ von RatKing Entertainment aus Halle angespielt werden, eine veränderte Version des klassischen SNES Zeldas mit Namen „Prophet of Chaos“ eines kleinen Leipziger Entwicklerteams probegezockt werden und René Meyer vom Haus der Computerspiele hatte wieder zahlreiche Exoten, wie NeoGeo, Pippin, Vectrex und Virtual Boy, im Gepäck, die den ganzen Abend umlagert wurden.

Apropos umlagert: Es war so voll, das keine Konsole ungespielt blieb und sich teilweise große Trauben um die Tische bildeten. Zum Glück hatten wir alles so arrangiert, das genug Platz zum Zocken und Gucken war und alle waren so fair, nach einigen Runden ihren Platz für Nachrücker zu räumen.

Für thematisch passende musikalische Untermalung sorgte der hallesche DJ und Chiptunes-Musiker Sid Spieler, der zwar ohne C64, aber mit jeder Menge digitaler Musik anrückte und die Atmosphäre passend unterstützte. Selbst ich, die sonst maximal eine halbe Stunde Chiptunes aushält, fühlte mich den ganzen Abend gut unterhalten. Vielen Dank dafür.

Besonders umlagert waren natürlich die beiden N64, auf denen für das später stattfindende Turnier geübt werden konnte. Zum Glück konnten immer 8 Leute gleichzeitig spielen und nicht Wenige hatten schon zuhause vortrainiert.
21:00 startete das Turnier mit anfangs knapp 60 Teilnehmern. Das Feld lichtete sich jedoch schnell, einige Teilnehmer erschienen leider auch gar nicht erst, waren wohl abgelenkt oder draußen futtern, so dass das Finale schon bald erreicht war.
Wir sind leider keine Turnierveranstalter, deshalb entschuldigt den manchmal konfusen Ablauf, nächstes Mal holen wir uns professionelle Hilfe. Allerdings hätten wir auch nicht mit so einem Andrang gerechnet und am Ende ging ja alles gut und Link87 setzte sich gegen 23:00 im Finale gegen Lottomillionär durch und konnte stolz den Hauptpreis nach Hause tragen.

Nach dem Turnier lichtete sich das Feld, wie zu erwarten, sehr rasch. Viele hatten genug gezockt und zogen in die Samstagnacht weiter, so dass nun etwas entspannter an den einzelnen Spielstationen gezockt werden konnte, auch das ein oder andere Gespräch aufkam und wir ein wenig runterfahren konnten.

B. durfte dann auch mal als DJ ran, was leider nicht bei allen gut ankam, aber getanzt wurde trotzdem und noch mehr getrunken.

Gegen 2 Uhr begannen wir langsam mit dem Abbau, da nur noch wenige Gäste da waren und auch die Leute vom StuK langsam Feierabend machen wollten.

Und da war sie auch schon wieder vorbei, die 5. Leipziger RETRO Games Night. Lediglich der sonntägliche Abbau, Rückfahrt zum Laden und Einräumen der Geräte stand uns noch bevor.
So viel Vorbereitung, so viel Arbeit – und dann ist alles ganz schnell vorbei…

Trotz der zahlreichen Anmeldungen via Facebook waren wir ob der Zahl der Gäste ziemlich geflasht, etwa 300 Besucher haben im Laufe des Abends ihren Weg in den StuK gefunden: Gezockt, getrunken, gequasselt und generdet.
Hoffentlich hat es euch allen gefallen. Wir fanden es großartig, werden aus den Fehlern lernen und freuen uns schon auf’s nächste Jahr. Bis dahin sind wir aber auch erstmal platt.

Alle Bilder zur visuellen Untermalung findet ihr auf unsere Facebook-Seite.

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