Danke, liebe GEE!

Zwischendurch kommen mir ja manchmal Zweifel auf, ob meine Leidenschaft für Videospiele noch genauso stark ist, wie früher. Ob mein Job mich abstumpft oder gar die Flut an Neuerscheinungen meinem Enthusiasmus schadet… und dann kommt die neue Ausgabe der GEE, dem wohl liebevollsten und detailreichsten Magazin für Gamer.
Hier geht es nicht um Rechenleistung und Grafikpower, hier geht es um das Wesentliche – Spaß am Spiel. Es gibt keine Wertungen, die Spiele in formale Grenzen stopft, hier gibt es Emotionen, die die Spiele dem Spieler vermitteln. Spiele werden hier nach Leidenschaft und Hingabe an das Medium selbst bewertet.
Nicht selten habe ich ein vorher übersehenes Kleinod der Spielekunst erst nach der Vorstellung in der GEE als das Kunstwerk wahrgenommen, das es ist und musste es kaufen und selbst Spiele, die sich bereits in meiner Sammlung befanden und ausgiebig gespielt wurden, konnte ich nach dem Genuss eines GEE-„Tests“ oft mit ganz anderen Augen sehen.
Darüber hinaus widmet sich kein Magazin so hingebungsvoll dem Spiel als Kulturgut und Kunstobjekt. Sei es durch Fotostrecken (mehr oder weniger) bekannter Künstler, Interviews mit Vertretern der Branche oder der Politik, oder Einblicke in private Sammlungen und Erinnerungen.
Dabei kommt man ganz ohne Sentimentalitäten aus, auch wenn dem Leser öfters ein „hach…“ durch den Kopf geht und ein verschmitztes Lächeln übers Gesicht huscht.
Natürlich lese ich auch andere Magazine, gerade, um mich über aktuelle Spiele zu informieren, aber die GEE bietet Ausgabe für Ausgabe ein ganz anderes Erlebnis. Man weiß plötzlich wieder, was einen an dem Medium Videospiele so fasziniert.

Dafür Danke, liebe GEE!

3 Gedanken zu „Danke, liebe GEE!“

  1. Lese ab und zu mal Artikel der GEE auf deren Onlineseiten und es stimmt schon, dass sie eine andere Schreibe haben, als die vielen anderen Magazine auf dem Markt. Dennoch bleibe ich bei der Maniac, weil sie in Verbindung mit dem Podcast und den Onlineseiten auch sehr informativ ist und Themen abseits vom aktuellen Zockgeschehen bietet. Die GEE mag daher sehr gut sein, aber das Web bietet für diesen Bereich genug „kostenlose“ Alternativen zur GEE. ^^

  2. Ich als Vielleser verschlinge ja so ziemlich jedes Magazin, von der N-Zone, über die GamesTM, bis zur GamePro und mittlerweile hat ja jedes Heft eine kleine und liebevolle Retro Rubrik, aber mit dem Kusiostätenkabinet der GEE kann es halt keine aufnehmen, zumal der Hauptfokus der „Anderen“ nunmal auf der Berichterstattung möglichst vieler aktueller Games gerichtet ist. Das hole ich mir lieber im Netz, aber das, was in der GEE steht, sucht man selten, man findet es halt oder liest es in der GEE.

  3. Ich lese auch (fast seit der ersten Ausgabe) die GEE. Allerdings überlege ich, damit aufzuhören. Der Grund: Geld und Zeit. Selbstverständlich lese ich auch die GamePro und die GameStar. Im Gegensatz zur GEE kann ich auf diese beiden Zeitschriften nicht verzichten. Die GEE bietet zwar nette Hintergrund-Informationen, aber die Spiele-Rezensionen sind absolut nicht zu gebrauchen. Irgendwie hab ich auch das Gefühl, dass die GEE früher besser war. Aber das liegt wohl daran, dass es einfach damals was neues für mich war. Da hat mich das alles auch mehr interessiert.

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